Ihr Warenkorb:
Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und Englischunterricht - Eine empirische Analyse von Faktoren

 
Telma Gharibian

Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und Englischunterricht - Eine empirische Analyse von Faktoren
Artikel Nr.: 325
ISBN: 978-3-86585-325-7
ISSN: 1612-2305
Seitenanzahl: 177

Preis: 23,90 EUR
(inkl. 7% MwSt.)

Anzahl:

Merkzettel
Inhalt:

1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER RAHMEN
2.1 Epistemologische Grundannahme und die Positionierung der Arbeit
2.2 Begriffsklärung
Lebenswelt
Bilingualismus und Multilingualismus
Identität, Emotion und Sprachenerwerb im Migrationskontext
2.3 Englisch als Schlüsselqualifikation in der Erwachsenenbildung
2.4 Forschungsleitende Fragestellung und die Positionierung der Studie
3. FORSCHUNGSDESIGN
3.1 Die explorativ-interpretative Vorgehensweise
3.2 Biographisches Material als Erkenntnisquelle
3.3 Erhebungsinstrument
3.4 Grounded Theory als Untersuchungsstil
3.5 Meine Rolle als Forscherin mit Migrationshintergrund und Migrationserfarhrung
3.6 Qualitätssicherung bei einer Grounded-Theory-Untersuchung
1.) Transparenz
2.) Theoretisches Sampling
3.) Theoretische Sättigung
4.) Erklärung sozialer Prozesse und deren Praxisbezug
5.) Ständiges Vergleichen
6.) Memos
7.) Weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung

4. DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN STUDIE
4.1 PLANUNG
4.2 DURCHFÜHRUNG VON INTERVIEWS
5. VORSTELLUNG DER INTERVIEWPARTNER
6. VERANSCHAULICHUNG DER KATEGORIENBILDUNG
7. KATEGORIEN
7.1 Toolbox-Language-Konzepte
7.1.1 Der Stellenwert des Englischen
7.1.2 Englischerwerb für den beruflichen Aufstieg
7.1.3 Bildung und Sprachen für den sozialen Aufstieg
7.1.4 Vorbilder aus der Lebenswelt
7.1.5 Entwicklung eines neuen Motivationskonzepts für den Bereich Sprachenerwerb im deutschen Migrationskontext
7.2 BURNT-CHILD-ERFAHRUNGEN
7.2.1 Erste Konfrontation mit der ersten Fremdsprache
7.2.2 Muttersprache
7.2.3 Bilingualität und Bikulturalität in der Schule
7.3 GLOBAL-PLAYER-KOMPETENZEN
7.3.1 Effektiver und effizienter Umgang mit vorhandenen Sprachen beim Erwerb weiterer Sprachen
7.3.2 Metalinguistisches und metakulturelles Wissen
7.3.3 Ambiguitätstoleranz, sprachlich-kulturelle Dynamik und Diskursivität aufgrund lebensweltlicher Mehrsprachigkeit
7.4 LOST-IN-TRANSLATION-ERLEBNISSE
7.4.1 Sprache, Lebenswelt und Identität
7.4.2 Das Erleben lebensweltlicher Mehrsprachigkeit im Englischunterricht
7.4.3 Lebensweltliche Mehrsprachigkeit in der Schule
7.5 AMERICA-AMERICA-VISIONEN
7.5.1 Das utopische Amerikabild
7.5.2 Amerikanische Musik für die Entwicklung von Lernstrategien
7.5.3 Amerikanische Musik in der Lebenswelt
8. Die Zusammenfassung der Kategorien in einem System als Konglomerat



Weitere Informationen
Autorentext:
In einem Spannungsfeld, in dem die Mehrsprachigkeit einerseits als qualifizierend (wie zum Beispiel bei Mißler 1999) und anderseits als defizitär (wie bei der PISA-Studie von 2000 und folgend) eingestuft wurden, entstanden die ersten forschungsleitenden Fragestellungen zu dieser Arbeit. Von der Annahme ausgehend, dass Englischerwerb in seinem spezifischen Kontext untersucht werden sollte, stand am Anfang eine explorativ-interpretative Untersuchung. Die Analyse der Daten mit den Kodierungsinstrumenten der „Grounded Theory“ führte zu den Kategorien Burnt-Child-Erfahrungen, Global-Player-Kompetenzen, Lost-in-Translation-Erlebnisse, Toolbox-Language-Konzepte und America, America!-Visionen. Der Vergleich dieser Kategorien offenbarte entscheidende Faktoren, die bisher in der Tertiärsprachenerwerbsforschung im Migrationskontext vernachlässigt worden sind.
Zur anfänglichen Bildung der Kategorien führten die Aussagen der Interviewpartner. Diese dienten als Ausgangspunkt für eine gründlichen Recherchen in den jeweiligen Fachwissenschaften, um dort kongruente oder divergente Aussagen zu finden. Mit dieser Vorgehensweise wurde das Ziel verfolgt, forschungsmethodisch neue Aspekte des Englischerwerbs im Migrationskontext zu explorieren.
Ein weiteres Leitmotiv der Arbeit war das Empowerment-Prinzip: Lerner mit Migrationshintergrund sollten selbst zu Wort kommen. Sie sollten mit ihren authentischen Stimmen ihre Biographien, vor allem ihre Sprachlernbiographien erzählen. Damit wurde versucht, dem Leser deutlich zu machen, welche Relevanz das Erleben des „verschämten Bilingualismus“ (Dietrich 1992) auch für den Englischerwerb an deutschen Schulen hat.